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Projekt

Neubau

Neubau Clubhaus Norddeutscher Regattaverein

Nach einem Brandschaden im Mai 2010 sollte das Clubhaus des Norddeutschen Regatta Vereines am Ufer der Außenalster saniert, modernisiert und erweitert werden. Es stellte sich jedoch heraus, dass ein Neubau an gleicher stelle die effizienteste Lösung sei. An einem prestige- und geschichtsträchtigen Standort wie an dem Alsterufer der Stadt Hamburg einen Neubau realisieren zu können ist eine zugleich ehrbare wie anspruchsvolle Aufgabe. Mehreren Wettbewerben wurden deshalb ausgerufen, in deren Folge die Planungsgemeinschaft RFP-BDS beauftragt wurde.

Unter Beibehaltung der historisch gewachsenen Kubatur wurde ein Neubau geschaffen, welcher zwischen Moderne und Tradition tariert, als Vermittler zwischen Nachwuchs und alteingesessenen Hanseaten fungiert. Der deutlich vergrößerte Jugendbereich der „Alsterpiraten“, welcher im großflächigen Untergeschoss liegt ist nur ein Beispiel für das gelungene Zusammenspiel der Generationen in dem neuen Clubhaus. Das neu entwickelte, hinterleuchtete Deckenraster ermöglicht Etablierten und Eingeweihten die Struktur und Baugeschichte der historischen Villa nach zu vollziehen und schafft ein harmonisches Ambiente zum Wohlfühlen. Der große, gehobene Gastronomiebereich mit der „roter Bar“ und dem lauschigen Kaminzimmer bilden das Kommunikative Zentrum des Vereines und bestechen mit einem großartigen Blick auf die Alster und das Stadtpanorama. Im ersten Obergeschoss befindet sich ein, dank mobiler Wandelemente flexibel nutzbarer, Festsaal mit großer Außenterrasse, welcher sich auch bei vereinsexternen großer Beliebtheit erfreut. Die lichtdurchfluteten Büros der Verwaltung im Obergeschoss, ergänzen das Raumprogramm. Im Dachgeschoss wurde ein Sitzungsraum für den Vorstand geschaffen, welcher dank zwei großflächigen Gauben einen unvergleichbaren Ausblick auf Hamburg und die Alster bietet. Die Küche der Gastronomie liegt neben Serviceräumen, den umfassenden Archiven, dem Jugendraum und der Bootswerkstatt im Untergeschoss.

Da das Untergeschoss unterhalb des Wasserspiegels der Alster liegt und in den dort angeordneten Archiven alle Dokumente des Traditionsclubs gelagert werden sollten, war dieses unbedingt vor eindringendem Wasser zu schützen. Um dies zu gewährleisten wurde eine Wanne aus wasserundurchlässigem Beton erstellt, welche zusätzlich vollflächig mit einer Tricosalfolie beschichtet wurde. Durch diese Technik werden die Aufzeichnungen optimal geschützt. Die Lage unterhalb des Wasserspiegels machte des Weiteren eine Spezialgründung notwendig. Dafür wurden Spundwände gestellt und eine Sohle aus Unterwasserbeton gegossen, welche mit 14 Meter tiefen Bodenankern gegen Aufschwimmen gesichert wurde. Äußerlich besticht das Clubhaus durch zurückhaltende Eleganz. Durch die großen Glasflächen öffnet sich der Verein nach außen und wirkt dank der zahlreichen Holzelemente warm und einladend. An den Oberkanten der Fenster läuft die Betonfassade rund in die Laibung, welches einen optimalen Lichteinfall in die Räumlichkeiten ermöglicht. Hierfür wurde 1,3 cm starker Glasfaserbeton verwendet, welcher ein harmonisches Miteinander mit den Teakholzrahmen der Fenster eingeht. Auch auf den Brüstungen der windschnittigen Terrassengeländer wurde beständiges Teakholz verwendet, so dass noch zahlreiche heranwachsende Generationen von dort die Segeljachten bewundern können.

Projektdaten

2014

Hamburg

Leistungsphasen x-y

  • Phase1
  • Phase2
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