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Projekt

Ausstellung

Explosionen – Eine Entdeckung

Projektdaten

2019

Hamburg / Blankenese


Die in den Jahren 2013 bis 2019 erstellten Arbeiten sind thematisch gefasst. Sie erforschen Explosionen auf einem abstrakten Level; stellen Parallelen zu anderen Phänomenen wie dem Fluchtpunkt, Sonnenstrahlen, der Virtualität oder unserer Wahrnehmung her; untersuchen Ideen und Vergleichbarkeiten, die es uns ermöglichen, die zugrundeliegende Wahrheit der Explosion zu verstehen. Ein physikalischer Vorgang, den wir zu erkennen glauben, in seiner Komplexität und Universalität dennoch nicht verstehen.

Explosionen sind extrem flüchtige Momente, enorm in ihrer Kraftentfaltung. Ein kleiner Punkt (Singularität), der von einer Millisekunde auf die andere aufbricht, sein Potential entfaltet, mehr wird, an Volumen zunimmt und mit dem Voranschreiten der Zeit sich ausbreitet.

Die Ausbreitung von Raum im Bezug zum Verlauf der Zeit ist das grundlegende Prinzip der Explosion und das ist gleichzeitig auch das grundlegende Prinzip des Lebens.

Ordnung, Harmonie und Symmetrie stehen der Worttrias Explosion, Schock und Chaos gegenüber. Sie sind ein Bestandteil des immerwährenden Zyklus von Leben und Tod. Ihre Präsenz zeigt uns die Fragilität des Gleichgewichtes unseres Seins. Jederzeit kann dieses Gleichgewicht, diese Ordnung ins Chaos zurückfallen. Der Mensch hat Angst vor dieser Veränderung und so hat er auch Angst vor dem Prinzip der Explosion. Doch zeigen uns Explosionen und ihr dahinterliegendes Prinzip ebenfalls unerwartete Wahrheiten über unser Verständnis der Welt.

Die Kunst wird damit zum Leitfaden für die Wissenschaft. Die Kunst drückt die Dinge aus, die sich mit der Sprache oder der Mathematik nicht formulieren lassen, die aber dennoch da sind, irgendwie fühlbar, aber nicht beschreibbar.

Die gestalterisch geplanten Arbeiten, abgeleitet aus der Herangehensweise eines architektonischen Entwurfsprozesses, umspannen den Komplex von geschlossenen, eindeutigen Kunstwerken hin zu partizipativen, abstrakt-offenen.